Hauptpodien

Mi, 6. Juni 2o.oo - 22.oo in der Nikolaikirche
Soziale Kämpfe verknüpfen - für globale Gerechtigkeit!

Referentlnnen:
Gigi Francisco (Coordinator (Asia) of International Gender & Trade Network)
Walden Bello (Focus on the Global South)

Ingeborg Tangeraas (Norvegian Union of Small FarmersNia Campesina)
Jane Nalunga (Seatini)
Thomas Gebauer
(medico international)

Moderation: Christa Wichterich (Sociologist, Consultant for Development Policy)

Trotz des Aufstiegs der Schwellenländer ist die Schere zwischen den reichsten und den ärmsten Ländern weiter auseinander gegangen, wie auch innerhalb jedes Landes selbst die Schere zwischen Gewinnern und Verlieren der Globalisierung. Noch nie wurde die Natur so  rücksichtslos ausgebeutet. Freihandels- und Privatisierungspolitik sind Teil dieses Problems. Doch die Konzepte der sozialen Bewegungen und NROs wie Nahrungsmittelsouveränität und globale soziale Rechte fassen langsam Fuß. Auf diesem Podium geht es um die Vernetzung der verschiedenen Kämpfe für Umweltgerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit und Gendergerechtigkeit.

Organisiert von
Ökumenische Initiative Eine Welt, Gerechtigkeit Jetzt!, Via Campesina, Medico International. Evangelischer Entwicklungsdienst


Mi, 6. Juni 11.3o - 13.3o in der Nikolaikirche
Klimagerechtigkeit aber wie?

ReferentenInnen:
Prof. Elmar Altvater (FU Berlin, wiss. Beirat attac)
Sunita Narain (Direktorin Centre for Science and Environment, Indien)
Andrew Pendleton (Christian Aid, Großbritannien)
Martin Rocholl (Vorsitzender von Friends of the Earth Europe)
 Klaus Milke (Klimaallianz und Vorsitzender von Germanwatch)

Moderation: Barbara Unmüßig (Vorstand Heinrich Böll Stiftung)

Wenn wir die weltweiten Treibhausgasemissionen nicht deutlich reduzieren, wird der Klimawandel verheerende Folgen haben. Ein globaler Strukturwandel ist nötig, der das bisherige Modell von Entwicklung radikal in Frage stellt. Wie kann die Idee von sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit mit Klimaschutz vereinbart werden? Was muss ein Kyoto+ leisten? Wer unterstützt diesen Strukturwandel, wer hält ihn auf?

Organisiert von
Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V., Deutscher Naturschutzring, Forum Umwelt und Entwicklung, Urgewald, WEED

 
Mi, 6. Juni 2o.oo - 22.oo im MAU Club
Die globalisierungskritische Bewegung - Zwischenbilanz und Perspektiven

ReferentInnen:
Susan George (Transnational Institute, Attac Frankreich)
Isabel Rauber (Researcher on Social Movements, Argentinien)
Alex Callinicos (Prof. King´s College, Großbritannien)
John Holloway (Autor von "Die Welt verändern ohne die Macht zu übernehmen")
Moderation: Susanne Kim (DGB Bildungswerk)

Die Veranstaltung widmet sich Strategien gegen den Neoliberalismus. Im Zentrum der Analyse soll die globalisierungskritische Bewegung stehen. Zunehmend wird die Bewegung auf das Feld der Politik getrieben. Doch wie kann die Bewegung damit umgehen? Verändern wir die Welt ohne die Macht zu übernehmen? Oder ist gerade die Macht zentral, um die Welt zu verändern? Muss die Bewegung politischer werden? Und welche Beziehungsform mit den politischen Parteien, Gewerkschaften und den verschiedenen Arten von Institutionen kann oder sollte die Bewegung etablieren? Oder liegt nicht genau darin die Gefahr der Vereinnahmung?

Organisiert von
Linksruck Redaktion

Mi, 6. Juni 2o.oo - 22.oo Petrikirche / Nordschiff
Die Wiederkehr des Krieges - Zum Zusammenhang zwischen Globalisierung und Krieg in verschiedenen Weltregionen

ReferentInnen

Claudia Haydt (Informationsstelle Militarisierung)
Raida Hatoum (activist of the women´s and migrant´s movement, Lebanon)
Ana Esther Ceceña (Universidad Nacional Autonoma de México)
Boris Kagarlitzki (Institute for Globalisation Studies / Centre for Left Politics, Russia)

In den 1990er Jahren war die Hoffnung auf eine friedlichere Welt weit verbreitet. Allerdings haben bewaffnete Konflikte seitdem wieder zugenommen, Krieg wird verstärkt wieder zum Mittel der Politik – auch und gerade der G8 Staaten. Die Konflikte und Konfliktlagen sind vielfältig, doch bei allen spielen die Mechanismen der Globalisierung und der zunehmenden kapitalistischen Durchdringung der Gesellschaften eine entscheidende Rolle.
Der Zusammenhang von Globalisierung und Krieg soll anhand verschiedener Beispiele herausgearbeitet werden. Einige wichtige Konfliktregionen werden betrachtet. Dabei werden die jeweiligen spezifischen Ursachen und Dynamiken analysiert, die Frieden in der Region und eine politische Lösung der Konflikte erschweren, da Interessen mächtiger Akteure dem entgegenstehen.

Organisiert von
Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen, Interventionistische Linke, Linksruck Redaktion, Rosa Luxemburg Stiftung



Mi, 6. Juni 16.oo - 19.oo Bühne 602 (mit anschließendem Workshop)
"We are here because you are there..." Strukturelle Hintergründe von Flucht und Migration

ReferentInnen:

Victor Nzuzi (Via Campesina, Kongo)
Solange Koné (CADTM, Elfenbeinküste)
Amadou Mbow (AMDH, Mauretanien)
Gyeke Tanoh (African Trade Network, Ghana)
Maxim Butkevich (Noborder Kiew, Ukraine)
Celestin Ngongang (Flüchtlingsinitiative Brandenburg)
Karl Kopp (Pro Asyl) 

Rohstoffkriege und Diktaturen, ökonomische Zerstörungen im Zuge von IWF/Weltbank-Programmen oder durch WTO und andere Freihandelsabkommen, ökologische Verwüstungen und zerfallende staatliche Strukturen ... gerade auf dem afrikanischen Kontinent sind die fatalen Folgen der neoliberalen Globalisierung unübersehbar. Diese Situation ist auch ein Hintergrund für die Flucht und Migration hunderttausender Menschen aus Afrika nach Europa. Doch diese Flucht wird angesichts eines zunehmend militarisierten EU-Grenzregimes immer gefährlicher, 2006 ist das Jahr mit der höchsten Todesrate von afrikanischen Boatpeople in Mittelmeer und Atlantik. Gleichzeitig wurden die scharfen Schengenstandards im Zuge der EU-Erweiterungen 2004 und 2007 immer weiter nach Osten verschoben.

Dennoch soll auf dem G8-Gipfel u.a. eine „Reformpartnerschaft mit Afrika“ zur Schau gestellt werden, um die Verantwortung der G8 für das Leid der MigrantInnen zu unterschlagen.

Das Podium wird AktivistInnen aus verschiedenen Initiativen und Projekten in osteuropäischen und vor allem in afrikanischen Ländern mit selbst organisierten Flüchtlingen in Europa zusammenbringen, die jeweils hier wie dort um ihre Rechte kämpfen. Über Teilbereichsaspekte hinaus werden zentrale Forderungen aus dem globalen Süden eine Stimme bekommen, aus verschiedenen Perspektiven sollen die Verantwortlichkeiten der globalen Ausbeutung und Ausgrenzung benannt und konkrete Alternativen im Sinne globaler sozialer Rechte aufgezeigt werden.

Organisiert von
Antirassistische Initiative Rostock, Flüchtlingsrat Mecklenburg Vorpommern, Flüchtlingsinitiative Brandenburg, Flüchtlingsrat Hamburg, Nolager Bremen, kein mensch ist illegal Hanau, Hessischer Flüchtlingsrat, Pro Asyl


Mi, 6. Juni 11.3o - 13.3o im MAU Club
Prekäre Arbeit und wachsende Armut in einer reichen Gesellschaft?

ReferentInnen:

Stefan Sjöberg (Centre for Marxist Social Studies, Schweden)
Dieter Klein (Rosa Luxemburg Stiftung)
Horst Schmitthenner (IG Metall)
Katja Kipping (Netzwerk Grundeinkommen)
Joanna Gwiazdeka (Warschau)
Moderation: Kai Burmeister (IG Metall
)

Der „globale Konkurrenzkapitalismus“ ist tonangebend geworden. Während auf der einen Seite von einem „Aufstieg der Peripherie“ in Ostasien die Rede ist, vollzieht sich in Europa ein tief greifender Wandel der sozialen Verhältnisse. Immer mehr Menschen sind zu Niedriglöhnen beschäftigt. Die Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse der Menschen gehen dabei einher mit hohen Gewinnen von Unternehmen und einer wachsenden Reichtumskonzentration.

Die wachsende Ungleichheit von schon benachteiligten Gruppen entlang von Geschlecht und ethnischer Herkunft geht insgesamt einher mit einer zunehmenden Verunsicherungen unter allen Arbeitnehmergruppen. Besondere Bedeutung kommt dabei der sozialen und wirtschaftlichen Spaltung zwischen den alten und neuen EU-Ländern bei.

Wie sehen solidarische Alternativen aus, die ein Ausspielen der Menschen im Osten und Westen in Europa vermeiden? 

Organisiert
von
Rosa Luxemburg Stiftung, IG Metall, Netzwerk Grundeinkommen


Mi, 6. Juni 11.3o - 13.3o Petrikirche / Nordschiff
Ökonomisierung der Bildung und Zukunft der Arbeit

ReferentInnen:
James Marsh (Western Cape University, Südafrika)
Sonja Staack (Bund demokratischer WissenschaftlerInnen und Wissenschaftler)

Heiner Fechner (Caracas - Berlin)
Yoama Paredes (Bildungsministerium, Venezuela)
Moderation:
Wolfgang Nitsch (Nord Süd Zentrum Universität Oldenburg)

An exemplarischen Beispielen (Südafrika, EU) sollen einerseits globale Trends der Ökonomisierung von Bildung verglichen/dargestellt und in ihrem Zusammenhang mit der Deregulierung von Erwerbsarbeit beleuchtet werden. Ergänzend sollen politische Versuche anderer Entwicklungsszenarien (Venezuela) ebenso diskutiert werden wie politische Widersprüche innerhalb des herrschenden neoliberalen Politik-Settings (Gleichzeitigkeit von Privatisierung und selektivem Ausbau öffentlich finanzierter Bildung).

Organisiert
von
Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi), freier zusammenschluss der studentInnenschaften (fzs)


Mi, 6. Juni 11.3o - 13.3o Bühne 602
Global Europe - eine Handelsstragie für den Export von Armut und Ungleichheit

ReferentInnen:
Peter Fuchs (WEED)
Gyeke Tanoh (African Trade Network, Ghana)
Nicola Bullard (Focus on the Global South)
Frithjof Schmidt (Member of the Comission on Trade, European Parliament)

Moderation: Marita Wiggerthale (Oxfam Deutschland)

Die EU will mit ihrer neuen Handelsstrategie "Globale Europe -
Competing in the world" neue Absatzmärkte erobern und ihren Zugang zu
Rohstoffen absichern. Ohne Rücksicht auf Umwelt und Entwicklung wird die
Konzernagenda von der Kommission und den Mitgliedsstaaten massiv
vorangetrieben.


Organisiert von
Grüne Jugend, Oxfam Deutschland, WEED